Arbeitsweise und Grundregeln der Hundeerziehung Was erwartet Sie bei mir und worauf sollten Sie sich mit Ihrem Hund einstellen?
NICHT am Hund wird korrigiert, sondern Ihr Verhalten dem Hund gegenüber! (kein Leinenruck!)
Starkzwangmittel verurteile ich scharf! (z.B. Stachel-, Würge-, Sprüh- und / oder Elektrohalsbänder u.ä.)
KEINE technischen Hilfsmittel am Hund! Es wird niemals Meideverhalten am Hund erzeugt! (Halti, Rütteldose usw.)
Ich arbeite auch nicht mit Beschwichtigungssignalen u.ä.
Die Arbeit verläuft ausschließlich Positiv und unter Nutzung der Triebe. Fünf Triebe, Futter- Rudel- Territorium- Meute- und der Beutetrieb, sind für den Menschen sinnvoll zu nutzen. Da Triebe sich von Natur aus nicht und niemals kontrollieren lassen, werden Sie bei mir lernen, diese zu lenken.
Besonders in der Problemhundetherapie, verläuft die Arbeit bei mir NONVERBAL! Das nonverbale (sprachlose) Arbeiten entzieht dem Hund die Grundlage dafür, NICHT auf uns achten zu müssen. Er wird sich wieder gern und freiwillig an dem Halter orientieren, wenn wir ihm dafür einen Grund geben. Kein Mensch kommt heute auf die Idee, ohne ein Gehalt arbeiten zu gehen. Warum sollte unser Hund etwas umsonst für uns tun?
Explizit in der Problemarbeit gibt es zwei ganz klare Vorteile: - alterlernte (oft negativ behaftete) Worte stören die Therapie nicht - der Hund reagiert grundsätzlich besser auf die Körperaktion des Menschen
Wir haben verlernt, die Augen auf etwas ruhen zulassen, deshalb erkennen wir so wenig! (Zitat von J. Giono)
Was also spricht für Wortlos - Nonverbal - Sprachfrei in der Erziehung?
Hunde haben gelernt den Menschen zu lesen. Anhand unserer Sprachmelodie, der Stimmlage und dem Bewegungsmuster erkennen sie unsere Stimmungen. Sobald der Halter dem normalen Bewegungsmuster nicht mehr entspricht (humpelt, hinkt o.ä.), wird der Hund unruhig und signalisiert über die Körpersprache, das irgendetwas anders ist. Arbeitet man rein über die Sprache mit dem Hund, nutzt man lediglich einen Bruchteil der Möglichkeiten und noch dazu die undeutlichste Verständigung. Wer kennt nicht die Worte aus eigenem Mund:
- Mach mal Sitz! Sitzen sollst du! Jetzt setze dich endlich hin! Sitz! - Komm her! Komm jetzt sofort her! Du kommst jetzt hier hin! Hierher! - Geh ins Körbchen! Jetzt geh aber in dein Körbchen! Ab in den Korb! - Bleibst du wohl stehen! Stehen bleiben! Stoppen sollst du! Stopp! - Hörst Du nicht! ... usw.… usw.... usw....
Der Hund hört das im Normalfall sehr gut, auch über einige hundert Meter noch! Er versteht es nur nicht und da er es nicht richtig versteht, lohnt sich der Blick gerade vermutlich wohl nicht. Läuft er fünf Meter vor, bringt es nicht viel wenn man immer lauter brüllt. Jetzt kommt noch dazu, das wir Menschen selbst ein kurzes knappes Kommando auf verschiedene Art und Weise betonen, je nachdem wie der Allgemeinzustand ist und unsere Tagesform es gerade zulässt. Unsere Stimmlage passt oft gar nicht zu dem, was wir dem Hund vermitteln wollen. Auch die unbewussten Körpersignale, die wir selber gar nicht absichtlich einsetzen, wirken verwirrend auf den Hund. Mit dem erhobenen Zeigefinger signalisieren wir ihm ein SITZ und im nächsten Moment, winken wir mit genau diesem Finger um zu zeigen, das etwas nicht okay war. Hunde kommunizieren Innerartlich mit sehr feinen, deutlichen und unmissverständlichen Körpersignalen. Das wir diese Interaktion als Menschen gar nicht 100% leisten und wahrnehmen können, steht außer Frage. Was wir aber lernen können ist, das wir unsere Körpersignale bewusster nutzen. Je klarer und gezielter wir damit umgehen können, desto geringere Bewegungen brauchten wir. Mit etwas Training reicht letztendlich ein Schulterzucken, um dem Hund ein Platz zu signalisieren. Ein zweites wesentliches Argument ist der nötige Blickkontakt, den der Hund braucht um sich am Halter zu orientieren. Spricht man ständig mit ihm, reicht eine Drehung der Ohrmuschel um zu wissen, wo sich der Halter befindet. Lassen wir die Sprache einmal weg, wird er zwangsläufig nach uns schauen müssen. Später sollte man evtl. die Sprache wieder einfließen lassen, denn gerade im Alter können die Augen an Sehkraft verlieren.
Der Hund verfällt in einen positiven Triebkreislauf. Sie lernen bei mir, seine Triebe zu lenken. Ihr Tier agiert und Sie reagieren und entscheiden, in welchem Umfang er seine Aktion ausführen kann. Ihr Hund muß lernen dürfen, zwischen Richtig und Falsch selber entscheiden zu können. Nur so erzielen Sie einen positiven Lernerfolg. Der Hund wird nicht gefüttert, sondern er darf sich selber bei uns belohnen. Er motiviert sich selber. Zeigen Sie ihm, was in Ihrem Sinne Richtig ist! Ohne Strafe, ohne Gebrüll und ohne Druck!
Wenn ein Hund nur darf, wenn er soll, aber nie kann, wenn er will, dann mag er auch nicht, wenn er muss. Wenn er aber darf, wenn er will, dann mag er auch, wenn er soll und dann kann er auch, wenn er muss.
Denn: Hunde die können sollen, müssen auch wollen dürfen!
Schöner kann man es nicht ausdrücken... Der Spruch steht/stand als Graffiti an einem U-Bahnhof in Berlin! Mein herzlichen Dank an den unbekannten Autor.
Sie erreichen mich über das O2 - Mobilfunknetz unter der Telefonnummer 0176/29728914 (im Notfall auch rund um die Uhr)
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