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Anzeichen für mögliche organische Ursachen von Fehl- und Problemverhalten: |
Bitte bedenken Sie, das ein Hund der Fehl- und Problemverhalten zeigt, bestmöglich schon vor der Therapie, differenzialdiagnostisch auf organische Ursachen untersucht werden sollte, damit man dies ausschließen kann. Hier einige typische Krankheiten, die sich auf das Verhalten auswirken können. Beobachten Sie Ihr Tier bitte genau und halten Sie die regelmäßigen Kontrolltermine bei einem Tierarzt Ihres Vertrauens ein. Fangen Sie von Welpenalter an, den Hund daran zu gewöhnen, indem Sie regelmäßig Ohren, Augen, Pfoten, Fang, After kontrollieren und abtasten. Bei Hunden mit Stehohren haben die Ohren im Normalfall eine ausreichende Selbstreinigungskraft und es reicht eine regelmäßige Kontrolle. Bei Schlappohren, bzw. Hängeohren kommt es häufiger zu Ohrproblemen. Durch die überhängenden Ohrmuscheln wird die Belüftung des Ohres eingeschränkt. Die Luftfeuchtigkeit in einem Hängeohr ist höher als in einem Stehohr. Da die Selbstreinigung des Ohres nicht ausreicht, sollten Sie die Hundeohren sehr häufig auf Infektionen hin kontrollieren. |
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Augenkontrolle: Leichte Verkrustungen in den Augenwinkeln bitte mit einem feuchten Tuch entfernen. Anzeichen einer Entzündung, die vom Tierarzt behandelt werden muss, sind z.B. gerötete Augen (Bindehaut) mit gelbem Ausfluß.Ohrenkontrolle: Die Gehörgangreinigung ist Sache des Tierarztes (Verletzungsgefahr!). Leichte Verschmutzungen im äußeren Bereich der Ohrmuschel mit einem feuchten Tuch reinigen. Abnorme Geruchsentwicklung und/oder übermäßige Sekretbildung aus dem Gehörgang, deutet auf eine Ohrenentzündung hin.Maul- und Zahnkontrolle: Achten Sie auf Zahnfleischentzündungen. Das Zahnfleisch sollte rosa und nicht rot sein. Kontrollieren Sie die Zähne auf Belag und Zahnstein. Abnorme Geruchsbildung deutet auf faule Zähne hin.Afterkontrolle: Verklebungen mit einem feuchten Tuch säubern. Eine verschmutzte Afterregion deutet auf Durchfall hin. Bei andauerndem Durchfall muss der Tierarzt aufgesucht werden. |
Der akute und der chronische Schmerz Hunde die an Schmerzen leiden, reagieren nicht mehr in gewohnter Weise auf Umweltreize, sodass in vielen Fällen kein normales, artgerechtes Leben möglich ist. Man muss hier ganz klar zwischen dem akuten Schmerz und dem chronischen Schmerz unterscheiden. Der akute Schmerz dient dem Körper als eine Art Frühwarnsystem. Er zwingt das Tier zu Reaktionen, die weiteren Schaden verhindern sollen. (z. B. das Schonen einer Gliedmaße) Akuter Schmerz kann bei Hunden zu Schreien, Zittern, weit aufgerissenen Augen, Flucht oder plötzlicher Aggression führen. Anders verhält es sich, wenn über längere Zeit schmerzhafte Reize einwirken. Hier spricht man von chronischen Schmerzen, die für einen Hund eine große Belastung darstellen. Oft reagieren sie darauf mit Veränderungen des Ernährungs-, Schlaf- und Sozialverhaltens. Schmerzbedingte Verhaltensveränderungen sind nicht zwingend besonders auffällig, deshalb bedarf es im Einzelfall einer guten Beobachtungsgabe, um sie feststellen zu können. Chronischer Schmerz ist tückisch, weil er sich fest im Gedächtnis verankern kann (Schmerzgedächtnis). Wenn das passiert ist, werden schmerzhafte Reize viel stärker wahrgenommen. Aber auch harmlose Reize, wie eine sanfte Berührung, werden als Schmerz empfunden, auch dann noch, wenn die eigentliche Ursache des Schmerzes gar nicht mehr vorhanden ist. Chronischer Schmerz entwickelt sich häufig zu einer eigenständigen Erkrankung! Die Behandlung von Schmerzen sollte also immer so schnell und früh wie möglich erfolgen, um Gesundheit und Wohlbefinden des Tieres zu sichern!
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