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Qualzucht Viele, der von uns geschaffenen Hunderassen weisen enorme köperliche Defizite auf, die in den Bereich der sogenannten Qualzüchtung eingestuft werden können, bzw. müssen. Zu nennen wäre, die Kurznasigkeit, wonach der Oberkiefer so kurz gezüchtet wurde, dass es für den Hund eine Tortur ist ausreichend Luft zu holen und auch seine Nahrung vernünftig zu kauen. Er gibt beim Atmen röchelnde Laute von sich. Es gibt Hunde deren Hautvolumen so vergrößert gezüchtet wurde, dass sich Falten bilden, die Brutstätten für Keime und Parasiten sein können. Wieder andere wurden so groß gezüchtet, dass ihre Lebenserwartung wesentlich verringert ist. Noch andere können ohne Kaiserschnitt gar keine Nachkommen mehr bekommen. Bei wieder anderen wird das Fell so Verfilzt belassen, dass davon auszugehen ist, dass die Filzsträhnen den Hunden andauernde Schmerzen verursachen. In enger Zusammenarbeit mit diversen Kollegen der Hundefachwelt entwickeln wir nun gemeinsam eine unabhängige, transparente Kontrolle der Zucht, Ernährung und medizinischen Versorgung, die ausschließlich dem Interesse der Hunde verpflichtet ist. Körperliche und geistige Gesundheit, Vitalität und Langlebigkeit sollen wieder unsere Hunde auszeichnen. Wir alle wollen diese Rassen nicht abschaffen, wir stehen aber dafür ein, dass eine Züchtung auf qualfreie, gesunde und lebensfähige Individuen statt findet. Deshalb sind wir von CAT4DOGS Mitinitiator und Erstunterzeichner des Dortmunder Appells - zum Wohle der Hunde, für eine Wende in der Hundezucht! |
In diesem Zusammenhang sollte erst einmal definiert werden was eine sogenannte Qualzüchtung ist. Als Qualzucht bezeichnet man bei der Züchtung von Tieren die Duldung oder Förderung von Merkmalen, die mit Schmerzen, Leiden, Schäden oder Verhaltensstörungen für die Tiere verbunden sind. Sie ist für Wirbeltiere in Deutschland nach § 11b des Tierschutzgesetzes - außer für wissenschaftliche Zwecke - verboten. |
Hier nur einige wenige dieser Zuchtdefizite (Zuchtfehler!), die in folgenden Erklärungen nur knapp umschrieben werden. In Zukunft werden wir versuchen diese Symptome anhand von Einzelbeispielen und Fallberichten etwas verständlicher zu erleutern. Denn nur so wird das ganze Ausmaß dieser Katastrophen erst sichtbar...!
1. Blue-dog-Syndrom (Blauer-Dobermann-Syndrom) Definition: Blaugraue Farbaufhellung mit Disposition zur Alopezie und Hautentzündung. Pigmentmangel-Syndrom. Symptomatik: Durch eine gestörte Verhornung des Haarfollikel-Epithels kommt es zu Haarausfall mit Schuppenbildung, Papeln und Pusteln, sowie sekundärer follikulärer Pyodermie. Das Lymphsystem kann sich verändern, Ödeme können entstehen und eine Nebennierendysplasie. Grundlage des Defekts ist eine Nebennieren-Insuffizienz mit Immunkomplexstörung. Homozygote Tiere sind scheinbar stärker betroffen als heterozygote Tiere (unvollständig dominant).
2. Brachy- und Anurie sowie Verkrüppelung der Schwanzwirbelsäule Definition: Unterschiedlich ausgeprägte Verkürzung der Schwanzwirbelsäule bis zur Stummelschwänzigkeit, mit oder ohne Verkrüppelung des Schwanzes (Knick-, Korkenzieherschwanz). Symptomatik: Knick- und Korkenzieherschwanz sowie Verkürzung der Schwanzwirbelsäule tritt häufig mit Missbildungen an weiteren Abschnitten der Wirbelsäule auf (Block-, Schmetterlings- und Keilwirbelbildung, Spina bifida). Folge können Störungen der Bewegungsabläufe der Hintergliedmaßen bis zur Lähmung sein, sowie Harn- und Kot-Inkontinenz.
3. Chondrodysplasie Definition: Zwergwuchs mit Verkürzung der langen Röhrenknochen, damit der Gliedmaßen. Möglicherweise ist die Ursache eine hormonelle Fehlsteuerung des Calcium- und Phosphor-Stoffwechsels. Symptomatik: Starke Disposition zur frühzeitigen Fehlbildung der Zwischenwirbelscheiben, was zu einem Bandscheibenvorfall führen kann.
4. Dermoid / Dermoidzysten Definition: Hauteinstülpungen am Rücken, die bis in den Wirbelkanal hineinreichen können. Symptomatik: Vor und hinter dem „Ridge" treten am Rücken Zysten auf, die sich im Embryo aus einer unvollkommenen oder ausbleibenden Trennung von Haut und Rückenmark entwickeln. Bleibt die Verbindung zu Wirbelkanal und Rückenmark bestehen, kann dies zur Lähmung der Hinterläufe und zu Schmerzempfindlichkeit führen. Außerdem treten durch Infektionen entzündliche Veränderungen auf (Meningitis, Myelitis).
5. Grey-Collie-Syndrom Definition: Silbergraue Farbaufhellung, verbunden mit einer Störung der Blutbildung. Symptomatik: Durch die Störung der Blutbildung (Verminderung der neutrophilen Granulozyten) tritt eine starke Disposition für Infektionen auf, besonders der Schleimhäute. Die mangelnde Infektionsabwehr führt häufig zum Tod vor der Geschlechtsreife.
6. Haarlosigkeit Definition: Haarlosigkeit Symptomatik: Schwerwiegende Gebissanomalien, fehlende Prämolaren, Canini oder Incisivi. Immundefizienz, empfindliche Haut (Sonnenbrand, Allergien, Verletzungen, Fliegenbefall) und klimatische Adaptionsstörungen.
7. Merlesyndrom Definition: „Tigerung", bei homozygoten Tieren „Weißtiger". Depigmentierung mit variabel ausgeprägten Sinnesorgandefekten. Symptomatik: Bei homozygoten Tieren sind 50% bis 100% der Körperoberfläche unpigmentiert. Es treten dabei auch Anomalien der Augen und des Ohres auf, deshalb eine mehr oder weniger eingeschränkte Seh- und Hörfähigkeit. Außerdem treten Störungen des Gleichgewichtsorgans und der Reproduktion auf. Weißtiger haben eine perinatale Sterblichkeit bis zu 47%.
8. Brachyzephalie / Brachygnathie Definition: Breiter, runder Schädel bis hin zu primatenähnlichem Rundkopf und / oder Verkürzung der Kiefer- und Nasenknochen Symptomatik: Schwergeburten. Bei Brachyzephalie und Chondrodysplasie Neigung zu Gehirntumoren und Hydrocephalus. Bei höherem Grad der Verzwergung nimmt die Dicke des Schädeldaches ab, verbunden mit persitierenden Fontanellen was zur Schädelverletzungen führen kann. Durch das unproportionierte Wachstum der Schädelknochen werden die Nebenhöhlen verkleinert, es treten Stenosen in den Nasenöffnungen und -gängen auf, der Gaumen wird zu lang und weich. Folge sind Atembeschwerden und Störungen der Thermoregulation sowie Schluckbeschwerden. Durch einen ausgeprägten Vorbiss kann auch die Gebissfunktion mangelhaft sein.
9. Ektropium Definition: Auswärtsrollen des unteren Augenlidrandes. Symptomatik: Der Lidschluss bleibt durch das Auswärtsdrehen des unteren Lidrandes unvollständig. Dies führt zu Tränenfluss, Konjunktivitis und eventuell Veränderungen der Hornhaut.
10. Entropium Definition: Einwärtsrollen des Augenlidrandes. Symptomatik: Der einwärts gerollte untere oder obere Augenlidrand führt zu sekundärer Trichiasis mit Hornhaut- und Bindehautirritationen, bis hin zu Konjunktivitis und Keratitis.
11. Übermäßige, permanente Hautfaltenbildung Definition: Hautfalten, die teilweise oder überall in Erscheinung treten. Symptomatik: Disposition zu Mucinosen und Dermatitiden, bei brachyzephalen Rassen außerdem Reizung der Cornea mit Keratitis als Folge.
12. Hüftgelenksdysplasie (HD) Definition: Mangelhafte Ausprägung des Hüftgelenks. Symptomatik: Die knöchernen Gelenkanteile (Acetabulum, Caput femoris) werden nur ungenügend ausgebildet. Das Gelenk wird instabil, es können eine Verformung des Caput femoris, Osteoarthrose und Kapselfibrose auftreten mit spontaner schmerzhafter Lahmheit. Die Schmerzen gehen von den Muskeln aus, die versuchen, das Gelenk wieder zu stabilisieren.
Es sind noch mindestens weitere 26 nicht weiter detaillierte Einzeldefekte bekannt. |
Meine persönlichen Gedanken dazu: Hunderassen ist falsch! Denn jeder Typ gehört zur Rasse Hund. Sie sind alle von der selben Art - genau wie alle Nationalitäten die menschliche Rasse bilden! Man muss sich wohl oder übel eingestehen, das wir uns seit Beginn der Hundezucht, hemmungslos an dem Mitgeschöpf Hund austoben. Es zurecht basteln, designen und ausrotten wie wir es brauchen und zwar ohne Rücksicht auf Verluste und oft mit nur mäßigem "Erfolg"... Als es noch im weitesten Sinne um das Überleben der menschlichen Rasse ging, ist es bedingt verständlich. Kleine Hunde passend für den Dachsbau, größere um Wild zu jagen, starke um den Karren zu ziehen, ausdauernde zum Schafe hüten usw. usw. Spätestens aber, als der Adel sich den Hund passend zum Kleid und als reines Statussymbol züchten ließ, begann das Verbrechen am Hund. Damals standen die Menschen wenigstens zu dem was sie taten! Heute aber decken wir das Mäntelchen der Liebhaberrei darüber und wundern uns gemeinschaftlich über all die kranken Hunde. Zu keiner Zeit wurde so viel Geld in "gesundes" Futter, med. Versorgung und Hundezubehör gepumpt, wie heute. Die Lebenserwartung sinkt, die Gendefekte steigen, die Beissunfälle nehmen zu und wir designen uns die Hunde je Modetrend nach fraglichen Idealen, Statuten und Vorschriften. All das aus purer Liebe zum Hund und nach strengen Richtlinien und Kriterien der div. Zuchtverbände! Mit Brief und Siegel, von wem ist doch egal! Wer mit Hunden seinen Lebensunterhalt verdient und/oder seinen Alltag teilt und auch nur einen Hauch von Courage und Anstand besitzt, der kann und darf dies nicht länger schweigend hinnehmen! Genau hier ist das NICHTS TUN ebenso ein Verrat an sich selbst, wie an dem ach so geliebten Hund! Meine Buchempfehlung: |
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Schwarzbuch Hund Die Menschen und ihr bester Freund von Christoph Jung Man muss nicht auf Mallorca schauen, um das Elend der Hunde zu sehen. Zwar sind unsere Hunde gesättigt und genießen medizinische Versorgung. Aber jede Freiheit wurde ihnen genommen und auch die Ehre. Politiker drücken den Hund an den Rand der Gesellschaft. Seine großen Fähigkeiten werden nicht mehr gefordert. Seine Gesundheit liegt am Boden. Manche Rassen können sich nicht mehr fortpflanzen ohne die Hilfe des Menschen. Doch an seinem Elend verdient das Kartell der Hundewirtschaft. Dem Hund ging es noch nie so schlecht wie heute! ISBN: 3837030636 |
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